Unsere Kandidat*innen und unser Programm für die Gemeinderatswahlen am 26. Mai

Unser Grünes Programm für Marbach

Familienfreundliches Marbach

  • Qualifizierte Betreuung in Kitas, Kindergärten und bei Tagesmüttern/-vätern:
    Marbach steht noch relativ gut da, weil die Stadt und der Gemeinderat sehr vorausschauend geplant haben. Derzeit entsteht eine neue Kita und ein neuer Kiga in der Kernerstraße, die Kita Sonnenschein wurde erweitert. Erweitert werden auch die beiden Betreuungseinrichtungen in Rielingshausen.
  • Einkommensabhängige soziale Kita- und Kigagebühren
    Bislang ist die Kinderzahl das einzige Differenzkriterium. Je mehr Kinder, desto niedriger die Beiträge. Sonst gibt es keine Unterscheidung, zum Beispiel abhängig vom Einkommen. Wir fordern schon lange Einkommensabhängige Gebühren. Dabei sind wir uA auch immer wieder an der SPD gescheitert – die jetzt auch in Marbach auf einmal kostenlose Kitas fordert.
    Zum Thema kostenlose Kitas: Das ist grundsätzlich wünschenswert. Aber die Kommune muss es sich auch dauerhaft leisten können und vor allem wollen wir gute Kitas und Kigas. Erst einmal muss die Qualität gesichert sein und dann der finanzielle Spielraum. Wer kostenlose Kitas in Marbach will, muss auch sagen, an welcher Stelle dafür gespart werden soll.
  • Kurze Beine, kurze Wege: Wir wollen die Grundschule Rielingshausen sichern:
    Die gestiegene Geburtenrate und neu geschaffener Wohnraum wie im Jennerareal sind Anlass zur Hoffnung, dass das auch gelingt.
  • Mittagsbetreuung an der Grundschule zurück in kommunale Hände: 
    Die Mittagsbetreuung in der langen Mittagspause wird bislang von den Eltern eigenverantwortlich organisiert. Das sollte künftig wieder die Kommune leisten, denn es hängt derzeit an einzelnen engagierten Eltern. Die Betreuung ist aber eine Daueraufgabe. Die Eltern würden sie auch künftig weiter selbst finanzieren.
  • Bessere Spielplätze für Marbach: Entwicklung einer Spielplatzkonzeption mit Eltern und Kindern gemeinsam:
    Dazu haben wir bei den letzten Haushaltsberatungen bereits erfolgreich einen Antrag gestellt. 
    Wir wollen eine Konzeption mit den Eltern und Kindern entwickeln, wie wir unsere Spielplätze in der Stadt und in Rielingshausen gestalten und weiterentwickeln wollen. Ein Rielingshausen hat sich eine Elterninitiative gebildet, die neben einem weiteren Ausbau der Betreuungsplätze auch bessere Spielplätze fordert. 
  • Marbach soll weiterhin ein Hallenbad haben
  • Familien mit pflegebedürftigen und demenzkranken Angehörigen unterstützen: Dazu zählen wir zum Beispiel die weitere finanzielle Unterstützung der Stadt für die Demenzgruppe und die Angehörigengruppe der Diakonie.

Blühendes Marbach

  • Flächen naturnah gestalten
    Wir wollen einen Pakt mit Unternehmen, Kirchengemeinden und Vereinen schließen, damit sie eigene Flächen naturnah gestalten. Dazu würden wir gerne BUND und NABU ins Boot holen.
    Wir wollen die L’isle Adam Anlage direkt am Bahnhof naturhah gestalten, ein Naturgarten als Entrée nach Marbach.
    Wir wollen – und müssen – weitere Flächen entsiegeln. Die Zahl der Hitzetage und Starkregenfälle wird durch den Klimawandel zunehmen. Wir brauchen allein schon deshalb ausreichend entsiegelte Flächen. Und wir brauchen nicht versiegelte Flächen als Biotope für unsere tierischen Mitbewohner. Wird ein Baum gefällt, sollte ein Ersatzbaum gepflanzt werden.
  • Nachhaltige Landwirtschaft ohne Gentechnik:
    Wir wollen, dass Glyphosat nicht in Marbach eingesetzt wird und auch sonst der Pestizideinsatz auf kommunalen Flächen stark reduziert wird. 
  • Solaroffensive für Marbach: 
    Zulassung auch in der Altstadt prüfen. Das scheitert bislang am Denkmalschutz.
  • Klimaneutraler städtischer Gebäudebestand bis 2035
  • Mitmach-Garten unterstützen und erweitern: 
    Ein tolles Projekt, das wir erhalten wollen. Der Mitmache-Garten ist unterhalb der Schillerhöhe direkt beim sogenannten Kollegienhaus des Literaturarchivs.

Lebenswertes und soziales Marbach

  • Mehr sozialer Wohnungsbau, auch in Rielingshausen
    Für uns gilt weiterhin Innenverdichtung vor Außenentwicklung. Dafür gibt es auch weiterhin noch Potenzial. Wir können allerdings nicht jede grüne Lunge unserer Stadt bebauen. Auch das wäre weder ökologisch klug, noch bei einem fortschreitenden Klimawandel sinnvoll. Weil die Innenverdichtung an Grenzen stößt, verschließen wir uns nicht grundsätzlich einer Entwicklung im Außenbereich. Wir sind da als Fraktion allerdings auch gespalten.
    Klar ist: Die Stadt muss bei weiteren Innen-, wie Außenentwicklungen den Daumen draufhaben. Es muss einen substanziellen Anteil an bezahlbarem Wohnbau geben, das geht vor allem dann, wenn die Flächen in kommunaler Hand sind. Wir wollen keine Äcker für renditegetriebenen Investoren. Wir könne uns auch ein Baugebot wie in Tübingen vorstellen. Innenverdichtung wird auch Aufstockung bedeuten.
  • Generationengerechtes und barrierefreies Marbach:
    Absenkung der Bürgersteige für Rollatoren und Kinderwägen. Wir wollen, dass alle Bushaltestellen barrierefrei gestaltet werden.
  • Gelungene Integration ist für alle gut: aktive Unterstützung von Geflüchteten:
    Das bedeutet für uns auch, dass beide Stellen in der Integrationsarbeit dauerhaft gesichert werden.
  • Keine Erweiterung des Steinbruchs in Rielingshausen: 
    Die Grenze ist eindeutig erreicht, den Bewohnern ist kein zusätzlicher Lärm und Staub mehr zuzumuten.
  • Gute Nahversorgung in Rielingshausen:
    Der Tante-Emma-Laden Euli ist vorerst gesichert, allerdings mit ungewisser Zukunftsperspektive. Deshalb muss die Nahversorgung unbedingt auch in Zukunft gesichert sein.

Attraktives Marbach

  • Neugestaltung der Fußgängerzone zum attraktiven Begegnungsort:
    Die Fußgängerzone muss das zweite Wohnzimmer werden. Raum für Familien, Raum für Begegnung und Gründe zum Verweilen. 
  • Kulturzentrum im früheren Kino als Raum für die Vereine und Kreative: Kunst, Musik, Theater:
    Wir wollen dieses innerstädtische Filetstück entwickeln als Ort von Kunst und Kultur, ggfs. verbunden mit preisgünstigem Wohnraum.
  • Das Bürgerfest erhalten und Vereine dabei unterstützen: 
    Das Bürgerfest findet eigentlich alle zwei Jahre statt, fällt aber in diesem Jahr aus, weil die Vereine einfach zu wenige Leute für die Organisation haben. Wir sollten alles versuchen, sie dabei zu unterstützen, dass dieses Fest nicht dauerhaft stirbt.
  • Nachhaltigen Tourismus für Museen, Altstadt und Gewerbe entwickeln
  • Gartenschau naturverträglich gestalten:
    Wir stehen einer Bewerbung von Marbach und Benningen positiv gegenüber. Es ist eine große Chance, das gesamte Gebiet vom Neckar bis zur Altstadt aus einem Guss zu gestalten. Das ist städteplanerisch eine große Chance. Allerdings macht es nur dann Sinn, wenn wir eine Lösung für den zusätzlichen Besucherverkehr finden und die Gartenschau insgesamt naturverträglich gestaltet wird. Dh wir wollen weitere Neckararme renaturieren, ähnlich dem Zugwiesenprojekt bei Poppenweiler. Und wir wollen eine EMAS-Umweltzertifizierung für diese Gartenschau, so wie auch die Bundesgartenschau in Heilbronn zertifiziert ist.

Mobiles Marbach

  • Ausbau alternativer ökologischer Verkehrsangebote:
    Wir wollen sichere Radwege. Der kleine Streifen in der Güntherstraße ist kein sicherer Radweg. Ein sicherer Radweg ist beispielsweise die neu gestaltete Marbacher Straße in Ludwigsburg nach der Brücke bei Neckarweihingen. 
    Sichere Radwege bedeuten, dass Radfahrer auch Platz erhalten. Wir betrachten den Rad- und den Fußverkehr wie auch den ÖPNV als gleichberechtigtes Verkehrsmittel neben dem Auto.
    Wir wollen den Ausbau der E-Mobilität, dafür bedarf es weiterer E-Ladestationen.
    Und das Projekt freies Lastenfahrrad läuft jetzt an. Wenn es gut ankommt, wären wir für die Anschaffung eines weiteren Rads.
  • Guter ÖPNV:
    Wir wollen eine bessere Taktung Richtig Rielingshausen, nämlich auf jede ankommende S-Bahn ein Bus. Ebenso eine bessere Taktung von Rielingshausen nach Marbach. 
  • Entwicklung eines umfassenden Verkehrskonzepts für Marbach:
    Wir wollen dauerhaft eine Autofreie Altstadt, Anwohnern ausgenommen. Wir wollen zudem einen Autofreien Kelterplatz. Wir wollen die Parkplätze am Rand der Innenstadt. Die große Lösung dafür wäre ein unterirdisches Parkhaus in der Grabenstraße. Dafür könnten weitere Parkplätze in der Stadt entfallen. Wichtig ist, dass wir den Verkehr und den Städtebau zusammendenken und aus einem Konzept gestalten.
    Wir lehnen eine Südtangente ab, die von SPD und Freien Wählern gefordert wird. Die Südtangente wäre eine Querverbindung zwischen der Straße nach Affalterbach und der Straße nach Poppenweiler. Sie würde für Entlastung in der Affalterbacherstraße und der Wildermuthstraße sorgen, aber für eine Belastung auf der Poppenweilerstraße und zudem am Morgen am Schulzenturm für einen neuen chaotischen Verkehrspunkt sorgen. Sie würde zusätzlichen Verkehr aus Winnenden induzieren und die Kreuzung am König-Wilhelm-Platz zur Grabenstraße erheblich mehr belasten. Die Straße wäre eine kommunale Straße, dh allein von der Stadt zu bezahlen. Eine teure Straße, die aber unter dem Strich gar keine wirkliche Entlastung mehr Belastung bringt, macht keinen Sinn.

Wirtschaft und Finanzen

  • Fair-trade als Leitfaden für Verwaltung und Bürger
    Marbach ist Fairtrade-Stadt. Das sollte aber mehr sein, als nur fair gehandelten Kaffee im Rathaus auszuschenken. Die Beschaffung der Stadt muss nachhaltig und fair sein. Und die aktive Fairtrade-Gruppe und die Nachhaltigkeitsgruppe sollten unterstützt werden. Ein nachhaltiges Marbach ist für uns auch ein Plastikfreies Marbach. Wir wollen deshalb gerne ein Mehrwegbecher-System etablieren statt der „to-go-Becher“.
  • Gemeinwohl-Orientierung bei öffentlichen Ausschreibungen und Vergaben
    Die Wirtschaftlichkeit allein darf nicht das Kriterium sein.
  • Ökologisch-nachhaltige Ansiedlung von neue Gewerbebetrieben
    Die wenigen Gewerbeflächen, die wir noch haben, sollten wir sorgfältig vergeben auch unter ökologischen und nachhaltigen Gesichtspunkten.
  • Städtische Grundstücke bei der Verpachtung ökologisch und ohne Pestizide bewirtschaften
    Das ist bisher noch nicht der Fall.
  • Chancen der Digitalisierung nutzen für effiziente und Bürgerfreundliche Verwaltung
    Wir wollen, dass so viel Angelegenheiten wie möglich digital erledigt werden können, damit den Bürgern der Gang zum Amt erspart bleibt.